Chorba, eine algerische Suppe/ La (ma) chorba

Je me lance! Puisque j’ai recu quelques demandes, voici une première recette en francais. Je vais essayer de traduire celles déjà publiées petit à petit, mais je ne vous promets pas de tout faire!! Venez faire un tour sur ma page Facebook, je vous tiendrai au courant de mes avancées :-). Bonne lecture et bonne cuisine!

Diese Suppe ist eine meiner schönsten kulinarischen Erinnerungen aus Algerien, ein Land, in dem ich als Kind ganz oft meine Ferien verbracht habe. Ich weiss nicht warum ich diese Suppe komplett aus den Augen verloren hatte, es scheint beim Essen auch Moden zu geben… Und vor ein paar Wochen, habe ich plötzlich einen Heißhunger drauf bekommen…Wie bei so vielen traditionnellen Gerichten, hat jede Familie sein eigenes Rezept. Aus den Tipps meiner Mutter, habe ich mir ein eigenes zusammen gereimt und wurde nicht enttäuscht! Absolut köstlich, und das Schönste: die Kinder lieben sie auch :-).

Cette soupe est un de mes meilleurs souvenirs culinaires d’Algérie, un pays dans lequel j’ai passé, enfant, de nombreuses vacances. Je ne sais pas pourquoi je l’avais complètement oubliée… Jusqu’à ce que j’en ai une envie folle il y a quelques semaines. Comme pour toutes ces recettes traditionnelles, il n’y a pas de recettes bien précises, chaque famille a ses petits secrets. Avec les conseils de ma mère, je me suis bigotée ma petite recette qui ne m’a pas décu! Elle était délicieuse, et le top, les enfants l’adorent aussi!

Das Fleisch dient hauptsächlich zur Geschmackzugabe. Eigentlich reichen nicht so edle Lammstücke wie z.B Hals. Da er aber hierzulande nicht immer einfach zu finden ist, nehme ich gerne auch kleine Lammhaxen. Als ich die Suppe das erste Mal im Oktober gekocht und fotografiert habe, habe ich noch Zucchini gekauft. Diese sind eigentlich für mich unabdingbar für die Chorba, nun ist aber die Saison endgültig vorbei und so lange bis zur nächsten Chorba wollte ich nicht warten. Also habe ich heute eine winterliche Variante ausprobiert und Kohlrabi reingetan. Ein wenig „gesündigt“ habe ich dann doch noch in dem ich eine Knolle Fenchel hineingeschmuggelt habe. Die Version gefällt mir auch sehr gut! Also probiert einfach mal ein wenig rum, Hauptsache sind Lamm, Gewürze, Möhren und Stangensellerie dabei.

La viande sert surtout à donner du goût au bouillon, on utilise donc normalement plutôt des morceaux bas comme du cou. Comme il n’est pas toujours facile à trouver chez nous, j’ai pris des becquets, ce qui bien sûr est bien meilleur pour ceux qui mangent la viande. Quand j’ai fait et photografié ma première chorba en octobre, il y avait encore de belles courgettes, pour moi le légume absolument essentielle dans cette soupe. Lorsque je l’ai refaite il y a quelques jours, plus de courgettes bien sûr. Du coup j’ai essayé avec du chou-rave et du fenouil (même si lui non plus, il n’est pas vraiment de saison…). Je l’ai trouvée très bonne aussi. Alors lancez-vous et essayez avec d’autres légumes, l’essentiel c’est qu’il y ait les épices, l’agneau, la tomate, le cèleri et les carottes et pour servir, la coriandre et le citron!

2 kleine Lammhaxen od. 2 Scheiben Lammhals P1140191
3 mittelgroße Zucchini
ca. 400 gr Kichererbsen aus der Dose od. vorgekocht
4 Möhren
7 Stangen Sellerie
1 Dose Tomaten in Stücken
3 mittelgroße Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Döschen Tomatenmark
1 EL Paprika
1 EL Zimt
ca. 150 gr. Suppennudeln (opt.)
1 Zitrone
1 Bund frischer Koriander
Olivenöl

2 petits becquets d’agneau
3 courgettes moyennes
env. 400 gr de pois chiche (en boite ou cuits à l’avance)
4 carottes
7 branches de cèlerie
1 petite boite de tomates concassées
3 oignons de taille moyenne
2 gousses d’ail
1 petite boite de concentré de tomates
1 càs de paprika, 1 càs de canelle
evt. (je n’en mets pas toujours) env. 150 gr de pâtes pour soupe (cheveux d’anges ou langues d’oiseau)
huille d’olive
pour servir: 1 citron et un beau bouquet de coriandre fraîche

3 EL Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln achteln und im Topf leicht braun werden lassen. Fleisch, Paprika, Zimt und gepressten Knoblauch hinzufügen, umrühren und das Fleisch von allen Seiten anbraten. Selleriestangen, Möhren (beides in ca. 2 cm Stücke geschnitten), Tomaten aus der Dose und und Tomatenmark hinzufügen. 1,5 Liter Wasser dazugeben, mit 3 TL Grobsalz und viel frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer würzen und die Suppe ca. eine halbe Stunde kochen lassen.

Faire chauffer 3 càs d’huile d’olive dans une grande casserole, y déposer les oignons coupés en 8 et les faire roussir. Déposer la viande, les épices, l’ail écrasé, du sel et du poivre et faire dorer la viande de chaque côté. Couper les carottes et le cèleri en troncon de 2/3 cm, les mettre dans la casserole avec la tomate, le concentré, 1,5 L d’eau, 3 càc de gros sel et un peu (beaucoup ;-)) de poivre noir fraîchement moulu. Laisser cuire pendant au moins 30 min.

Nach dieser Zeit, die Zucchini (bzw. Fenchel und/oder Kohlrabi, kleine Rüben…etc) hinzufügen und weiterkochen bis das Gemüse fast gar ist aber noch Biss hat. Kichererbsen  dazugeben un weitere 10 Min. köcheln. Wenn Suppennudeln auch in die Suppe sollen, diese dann 5 Minuten vorm Schluss rein tun. Zum servieren, die Suppe mit frischen Korianderblättern garnieren und ein wenig Zitrone drauf tröpfeln.

Après ce temps, ajouter les courgette coupées en gros troncons de 3/4 cm (ou du fenouil, du chou-rave, des petits navets…etc) et continuer la cuisson jusqu‘ à ce que les légumes soient presque cuits. Ajouter les pois chiches et continuer la cuisson environ 10 min. Ajouter éventuellement les pâtes et laisser cuire 2 à 3 min. selon les pâtes. Servir avec des feuilles de coriandre fraîchement équeutées et quelques gouttes de citron.

Chorba

Bon appétit!

 


 

Seelachs Frikadellen

Weil es immer noch nicht einfach, die Kinder für Fisch zu begeistern, mache ich gerne Frikadellen draus. Eine Variante mit Kartoffeln habe ich euch schon mal hier gezeigt. Diesmal hatte ich keine da, deshalb habe ich mir etwas anderes überlegt. Serviert habe ich die Frikadellen mit einem Kräuterquark und einem gemischten Salat : Feldsalat, geriebene Karotten, geriebene rohe rote Beete und geröstete Kürbiskerne. So darf ich Fisch gerne nochmal anbieten wurde mir gesagt ;-).

660 gr Alaska Seelachs P1140652
100 gr Semmelbrösel
3 Eier
1 Bund Petersilie
2 mittelgroße Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer
Mehl
Sonnenblumenöl

Fisch mit einem großen Messer hacken. Petersilie fein hacken. Zwiebeln grob schneiden, in eine Schüssel geben und mit dem Mixer pürieren.Semmelbrösel, gepressten Knoböauch, Fisch und Petersilie hinzufügen und gut vermischen (auf dem Bild sieht man noch Milch in der Schüssel, die würde ich weglassen, da meine Masse damit zu flüssig wurde und ich sie erstmal „auspressen“ musste).

Eier hinzufügen und ebenfalls gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Aus der Fischmasse, Bällchen formen und in Mehl wenden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Frikadellen darin anbraten. Sofort mit Kräuterquark und Salat servieren!

Boulettedepoisson

Bon appétit!

 


 

Herbstlicher Linsensalat

Neben Kürbisse gehören auch Kastanien zum Herbst. Am liebsten mag ich sie, nachdem man sie beim schönen Waldspaziergang gesammelt hat,  auf dem Feuer gegrillt. Dieses Jahr hatten wir aber leider noch keine Gelegenheit den Herbst im Wald zu geniessen, also ein Glück dass ich mir Kastanien im Glas aus dem letzten Frankreich Urlaub mitgebracht hatte! Ich habe sie übrigens auch schon mal hier im Bioladen gesehen, deshalb schreibe ich euch mein neues Rezept. Sie sind natürlich so ganz praktisch da sie schon geschält und gegart sind, was einiges an Arbeit erspart ;-).

ca. 300 gr Linsen (Puy Linsen od. Pardina) P1140218
ca. 1 Kg Butternut Kürbis
300 gr geschälte und gegarte Kastanien
250 gr Schalotten
1 EL Koriandersamen
1 TL schwarze Pfefferkörner
2 getrocknete Chilischoten
Olivenöl

Kürbis halbieren, schälen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Schalotten schälen und halbieren. Pfefferkörner, Koriandersamen und Chili in den Mörser geben und zermahlen.

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4 EL Olivenöl auf ein Backblech geben, Kürbisstücke, Kastanien, Schalotten, gemahlene Gewürze und Salz dazu geben, noch ein Schuss Olivenöl drüber giessen und bei 180 Grad ca. 40 min im Ofen garen. Währenddessen die Linsen kochen, sie sollen gar sein aber nicht matchig, abtropfen und beiseite legen. Wenn das Gemüse gar ist, dieses zu den Linsen geben und vorsichtig unterrühren. Schmeckt lauwarm als Salat hervorragend, kann aber natürlich auch warm gegessen werden!

KürbisKastanien

Bon appétit!

 


 

Geräucherte Mozarella, Crozets, Ei und die letzte Mangoldernte

Es ist so schön wenn man Freunde und liebe Nachbarn hat, die so gerne Essen wie man Selbst… Denn sie bedenken einem nicht selten mit kulinarischen Mitbringseln aus dem Urlaub :-). So geschehen letzteWoche mit dieser geräucherten Mozarella frisch aus Italien mitgebracht. Vielen Dank liebe Doro!

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Ich könnte diese leckeren gegrillten Kugel einfach so essen, das reicht aber natürlich nicht ganz als Familienabendessen… Also habe ich meinen Crozets/Scarmorza Auflauf ein wenig abgeändert. Der Mangold, an dem ich diesen Sommer immer wieder die Blüten abgeschnitten habe, hat in den letzten Wochen fleißig neue schöne Blätter produziert und konnte jetzt wieder geerntet werden. Das kam ja genau richtig um meinem Auflauf mit ein wenig Grünzeug zu „bereichern“.

ca. 400 gr Mangold P1140135
2 mittelgroße Zwiebeln
350 gr. Nudeln
ca. 250 gr. geräucherte Mozarella
Salz, Pfeffer, Olivenöl
1 Ei pro Pers.

Zwiebeln klein schneiden und in Olivenöl glasig dünsten. Mangold waschen und klein schneiden und zu den Zwiebeln geben, mit Salz und Pfeffer würzen, umrühren und bei geschlossenem Deckel 10 bis 15 min garen. Nudeln kochen und abtropfen.

Geräucherte Mozzarella klein schneiden. Ein wenig Olivenöl in eine Ofenform geben. Nudeln, Mangold und Mozarella in die Form geben und vermischen. Das Ganze ca. 15 min bei 180 Grad. „backen“. Spiegeleier vorbereiten und sofort mit den Nudeln servieren.

Mozza

Bon appétit!

Ofengemüse und mediterraner Joghurt Dip

Oder eine weiterentwickelte Version der Ofenkartoffeln mit Kräuterquark ;-).

Wenn keine Zeit zum Kochen da ist, mache ich gerne Ofengemüse. Bevor die leckere Kürbis/Pastinaken Variante wieder auf den Tisch kommt, haben wir ein letztes Mal diese Version mit Sommergemüse gegessen. Seit ich die Gewürzmischung Zaatar entdeckt habe, verfeinere ich das Gemüse immer mit einem feinen Joghurt Dip. Zaatar kommt in der Israelischen Küche vor und ist eine Mischung aus einer Art Oregano, Sumach und gerösteten Sesam Samen. Oft wird Zaatar mit Olivenöl gemischt und auf Fladenbrot bestrichen. Wir lieben es im Joghurt (die Kinder auch aufs Butterbrot…) zusammen mit geröstetem Gemüse : eine erfrischende und gleichzeitig herzhafte Angelegenheit :-).

ca. 700 gr Kartoffeln P1140062
ca. 700 gr Auberginen
ca. 700 gr Zucchini
Olivenöl
2 Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer
1 Bio Zitrone
600 gr fester 10%er Joghurt
2 EL Zaatar

Gemüse waschen. Zucchini und Auberginen in Würfeln, Kartoffeln in Stiften schneiden. Ca. 4 EL Olivenöl auf ein Ofenblech geben. Gemüse und gepresste Knoblauchzehen auf das Blech geben, mit Salz und reichlich frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer würzen. Noch ein Schuss Olivenöl darüber geben und das Ganze vermischen. Blech in den vorgeheizten Backofen geben und bei 180 Grad ca. 45 min garen.

Joghurt mit ein wenig Salz, dem Zaatar, der Zitronenzeste und dem Saft einer halben Zitrone vermischen und bereit halten. Wenn das Gemüse gar ist, sofort mit dem Joghurt servieren.

OfengemüseDip

Bon appétit!

Scharfes Paprika Hähnchen

Wenn die Temperaturen so plötzlich sinken, freue ich mich immer auf ein leckeres Schmorgericht. Noch ist es nicht so kalt, dass man schwere Eintöpfe braucht, die mediterrane Küche bietet aber einige „leichte“ und dennoch wärmende Gerichte. Dieses leicht scharfe Hähnchen mit viel Gemüse war einfach perfekt zum Wetterwechsel! Ich habe mal wieder ein ganzes Hähnchen genommen, ich denke es ist ein wenig „nachhaltiger“ als nur Beine zu kaufen (was wird denn aus dem ganzen Rest gemacht?) und habe dann eine schnelle Hühner Brühe aus der Karkasse gekocht. Die kann man prima einfrieren und z.B für Risotto verwenden. Aber Hühner Beine gehen natürlich auch, Hauptsache Haut und Knochen, das verleiht dem Gericht mehr Geschmack.

1 Hähnchen P1130791
1 Chorizo Wurst, scharf
3 rote Paprika
2 grüne Paprika
3 mittelgroße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
ca. 100 gr grüne Oliven entkernt
2 Peperoni (nach Geschmack!)

Hähnchen zerteilen. Chorizo in Scheiben schneiden und in einen großen flachen Topf ohne Fett andünsten. Chorizo zur Seite schieben und die fein geschnittenen Zwiebeln im Chorizo Fett glasig dünsten. Zwiebeln ebenfalls zur Seite schieben (oder erstmal raus nehmen wenn der Topf zu klein ist), ggfs ein wenig Olivenöl in die Pfanne geben und die Hähnchenteile, leicht mit Salz und Pfeffer gewürzt, von allen Seiten anbraten.

Hähnchen aus der Pfanne nehmen, Paprikas ,in kleine Stücke geschnitten, in die Pfanne geben und ca. 10 min anbraten. 20 cl Wasser, ein wenig Salz, Pfeffer, gepresste Knoblauchzehen, Peperoni klein geschnitten und die Oliven untermischen. Hähnchen auf das Gemüse legen und bei geschlossenem Deckel ca. 35 min köcheln lassen. Falls noch zu viel Flüssigkeit vorhanden ist, Hähnchen rausholen und Gemüse noch ein paar Minuten bei offenem Deckel reduzieren lassen. Serviert habe ich das Hähnchen mit schwarzem Reis weil er bei uns heiß geliebt wird, ein Thai/Basmati Reis passt aber auch perfekt dazu!

scharfes Paprika Hähnchen

Bon appétit!

Alte Tomatensorten für eine sonnige Tarte

Natürlich musste ich wieder Gemüse aus dem Urlaub in Süd Frankreich mitbringen… Unter anderem diese alten Tomatensorten, die man inzwischen glücklicherweise auf allen Märkten in Süd Frankreich findet. Es klingt vielleicht verrückt, noch Gemüsekisten in das ohnehin schon voll bepackte Auto, unterbringen zu wollen, aber wer Freiland sonnengereiftes Gemüse schon mal probiert hat, wird mich verstehen! Und das verlängert ja ein wenig den Urlaub ;-).

Die schon weit gereiften gelben sogenannten „Ananas Tomaten“, haben auf der Reise gelitten, so konnte ich sie nicht, wie ich sonst mit geschmackvollen Tomaten mache, einfach als Salat servieren. Und da es mal langsam Zeit war für ein neues Rezept, habe ich eine neue Tarte ausprobiert, hier ist sie!

Teig aussreichend für eine Tarte Form (siehe da für das Rezept)
ca. 500 gr Tomaten (am besten schön fleischig) P1130616
2 Handvoll Basilikum
ca. 50 gr Parmesan
1 Knoblauchzehe
ca. 10 cl Olivenöl
1 frischer Ziegenkäse
Salz und Pfeffer

 

Teig vorbereiten und in den Kühlschrank legen. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Basilikum, frisch geriebenen Parmesan und gepresste Knoblauchzehe in den Mixer geben und fein pürieren. Olivenöl langsam hinzufügen und weiter pürieren bis eine zehe Konsistenz erreicht ist. Teig ausrollen und mit dem Pistou (Basilikumzubereitung) bestreichen.

Tomaten in ca. 7 mm dicke Scheiben schneiden und darauf verteilen. Die Tomatenscheiben sollen sich ruhig überlappen. Einen Schuss Olivenöl, Salz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer drüber geben. Tarte in den Ofen schieben und bei Umluft ca. 40 Min. backen. Käse in kleine Stücke schneiden und auf die Tarte verteilen. Sofort servieren.

Tomates anciennes

Bon appétit!

 


 

Salat aus schwarzen Bohnen

Da meine Reserven an Hülsenfrüchten und anderen Getreiden komplett aufgebraucht waren, habe ich letzte Woche im türkischen Supermarkt richtig zugeschlagen. Mitgenommen habe ich nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Couscous und Kichererbsen, sondern auch andere für mich  Bulgursorten und diese schwarzen Bohnen die ich tatsächlich noch nie gekocht hatte. Die Suche nach Rezepten im Netz hat mir kein bißchen geholfen, denn ausser mit Reis gemischt (was für mich wie Nudeln mit Brot essen klingt), als Erstatz für die roten Bohnen im Chili (esse ich lieber im Winter) oder im … Schokokuchen (hiiiiiiiiii), habe ich auf die Schnelle nichts gefunden. Also habe ich beschlossen eine meiner Lieblingssalatarten (gegrilltes Gemüse, Gewürze, Hülsenfrüchte) weiter „auszubauen“. Der ist sehr gut angekommen und wird definitiv in das Repertoire aufgenommen!

Bohnen auf jeden Fall über Nacht einweichen!

400 gr schwarze Bohnen P1120665
2 Lorbeer Blätter
500 gr rote Spitzpaprika
500 gr grüne Spitzpaprika
1 rote Zwiebel
1 EL Kümmelsamen
2 Knoblauchzehen
2 TL Kümmel gemahlen
Piment d’Espelette
frisch gemahlener Pfeffer
Grobsalz
1 TL Salzflocken
Olivenöl

Eingeweichte Bohnen in einen Topf mit reichlich Wasser und die 2 Lorbeer Blätter geben und ca. 1 Stunde kochen. Gesalzen (mit einem halben EL Grobsalz) habe ich wie bei den Linsen, erst gegen Ende der Kochzeit, ich weiß nicht ob es hilft, aber dachte es kann nicht schaden. Bohnen abtropfen und beiseite stellen. 3 EL Olivenöl in eine Ofenform geben. Paprikasstiele entfernen, Paprikas der Länge nach in Streifen schneiden und in die Ofenform legen. Kümmelsamen, gepressten Knoblauch, Salz und Pfeffer dazu geben und Form für ca. 1 Stunde in den bei 180 Grad vorgeheizten Ofen geben.

Für die Soße, 3 bis 4 EL Olivenöl mit dem gemahlenem Kümmel, 1 halber Teelöffel Piment d’Espelette (oder mehr je nach Geschmack), fein gehackte Zwiebel, Salzflocken und Pfeffer in eine große Salatschüssel geben und vermischen. Bohnen hineingeben und untermischen. Das gegrillte Gemüse dazu eben und vorsichtig untermischen, sofort servieren.

SchwarzeBohnen

Bon appétit!

 


 

Salat von gebratenen Paprikas

Für mich der Inbegriff vom Sommer in Süd Frankreich… Auch wenn es draußen unerträglich heiss ist, quält man sich gerne in der Küche mit der Ofenwärme die für diesen Salat nötig ist. Normalerweise mache ich ihn im August, wenn wir aus Süd Frankreich mit großen schweren unförmigen dunkelroten Paprikas zurück kommen. Aber weil ich ihn so gerne mag, komme ich hierzulande im Sommer selten an roten Paprikas vorbei ohne sie mit der Hand kritisch abzuwiegen. Dem Herrn des Hauses habe ich wohl mit dieserAngewohnheit angesteckt, denn er kam letzte Woche von unserem türkischen Gemüse Händler mit diesen schönen schweren Paprikas. Es konnte also doch früher los gehen! Merci 😉

6 grosse schwere rote Paprikas P1120566
1 Handvoll frische Basilikumblätter
2 EL Olivenöl
je nach Geschmack, ein Schuss Xeres Essig, ich bevorzuge es ohne
1 Knoblauchzehe
frisch gemahlener Pfeffer

Die ganzen Paprikas kurz waschen. Ein Stück Alufolie auf ein Backblech auslegen und die Paprikas drauf legen. Paprikas in den Ofen geben und bei  160 Grad ca. 1,5 Stunden „grillen“. Einmal zwischendurch wenden. Die Haut darf ein wenig braun werden. Wenn die Haut schön schrumpelig ist, sie sind bereit um geschält zu werden.

Dafür, den Strunk herausziehen, das Wasser und die Samen entfernen, die Paprikas in 2/3 Stücke der Höhe nach schneiden. Die Haut jetzt vorsichtig abziehen. Die entstandenen „Filets“ in ein Sieb geben um das restliche Wasser abtropfen zu lassen. Paprikas in eine flache Schüssel mit dem fein gehackten Basilikum, dem Pfeffer, dem gepresssten Knoblauch und dem Olivenöl geben, vorsichtig umrühren und fertig sind sie! Die Paprikas lassen sich prima einen Tag im vorraus grillen und erst am Verzehrtag zu Ende zubereiten. Das Salz habe ich nicht vergessen, man braucht es tatsächlich hier, finde ich, gar nicht!

Salade de poivrons

Bon appétit!

 


 

Schwarzer Heilbutt „en papillote“

Vor ein paar Monaten habe ich in einem tollen Restaurant einen gegrillten Fisch mit Kapernbutter gegessen. Er war absolut fantastisch! Das musste ich dann mal ausprobieren. Nur nicht so reichhaltig wie im Restaurant, das kann man sich in der Alltagsküche nicht leisten ;-), also ich nicht zumindest…Deshalb habe ich mein Filet „en papillote“ gegart. „En papillote garen“ heisst so viele wie mit Dampf garen. Die Zutaten werden zusammen in einem Stück Alufolie oder Pergamentpapier (aber auch in einem Blatt Filoteig z.B) gelegt und dieses wird luftdicht zugemacht. Da der Fisch und die Tomaten einiges an Saft abgeben, garen die Zutaten im eigenen Dampf und bleiben schön saftig. Diese Mischung mit Kapern kann ich nur weiter empfehlen, köstlich ! Und die Vobereitung dauert nicht länger als 10 Minuten…

ca. 700 gr schwarzer Heilbutt (Filet) P1120444
8 bis 10 mittelgroße Tomaten
1 Bund Petersilie
ca. 60 gr. Butter
1 Zitrone
3 EL Kapern
2 Knoblauchzehen
Olivenöl, Salz und Pfeffer

 

Ein ausreichend großes Stück Alufolie in eine Ofenform legen. 2 EL Olivenöl hineingeben. Tomaten vierteln, Petersilie klein schneiden. Fischfilet in die Alufolie legen. Fisch mit Salz und Pfeffer würzen. Butterstücke, gepressten Knoblauch, Kapern, Petersilie, Zeste einer Zitrone und Saft einer halben Zitrone darüber verteilen. Tomaten drum herum legen und die Alufolie zumachen.

 

 

Fisch in den vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 30 min backen. Die Dauer hängt natürlich von der Menge bzw. Dicke des Filets ab… Ganz gut lassen sich auch individuelle Papillotes mit kleineren Filets vorbereiten, die Garzeit dabei reduzieren. Unseren Fisch haben wir mit einer groben Oliven Kartoffel Püree gegessen, eine schöne Kombi!

 

Heilbutt

Bon appétit!