Salat aus schwarzen Bohnen

Da meine Reserven an Hülsenfrüchten und anderen Getreiden komplett aufgebraucht waren, habe ich letzte Woche im türkischen Supermarkt richtig zugeschlagen. Mitgenommen habe ich nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Couscous und Kichererbsen, sondern auch andere für mich  Bulgursorten und diese schwarzen Bohnen die ich tatsächlich noch nie gekocht hatte. Die Suche nach Rezepten im Netz hat mir kein bißchen geholfen, denn ausser mit Reis gemischt (was für mich wie Nudeln mit Brot essen klingt), als Erstatz für die roten Bohnen im Chili (esse ich lieber im Winter) oder im … Schokokuchen (hiiiiiiiiii), habe ich auf die Schnelle nichts gefunden. Also habe ich beschlossen eine meiner Lieblingssalatarten (gegrilltes Gemüse, Gewürze, Hülsenfrüchte) weiter „auszubauen“. Der ist sehr gut angekommen und wird definitiv in das Repertoire aufgenommen!

Bohnen auf jeden Fall über Nacht einweichen!

400 gr schwarze Bohnen P1120665
2 Lorbeer Blätter
500 gr rote Spitzpaprika
500 gr grüne Spitzpaprika
1 rote Zwiebel
1 EL Kümmelsamen
2 Knoblauchzehen
2 TL Kümmel gemahlen
Piment d’Espelette
frisch gemahlener Pfeffer
Grobsalz
1 TL Salzflocken
Olivenöl

Eingeweichte Bohnen in einen Topf mit reichlich Wasser und die 2 Lorbeer Blätter geben und ca. 1 Stunde kochen. Gesalzen (mit einem halben EL Grobsalz) habe ich wie bei den Linsen, erst gegen Ende der Kochzeit, ich weiß nicht ob es hilft, aber dachte es kann nicht schaden. Bohnen abtropfen und beiseite stellen. 3 EL Olivenöl in eine Ofenform geben. Paprikasstiele entfernen, Paprikas der Länge nach in Streifen schneiden und in die Ofenform legen. Kümmelsamen, gepressten Knoblauch, Salz und Pfeffer dazu geben und Form für ca. 1 Stunde in den bei 180 Grad vorgeheizten Ofen geben.

Für die Soße, 3 bis 4 EL Olivenöl mit dem gemahlenem Kümmel, 1 halber Teelöffel Piment d’Espelette (oder mehr je nach Geschmack), fein gehackte Zwiebel, Salzflocken und Pfeffer in eine große Salatschüssel geben und vermischen. Bohnen hineingeben und untermischen. Das gegrillte Gemüse dazu eben und vorsichtig untermischen, sofort servieren.

SchwarzeBohnen

Bon appétit!

 


 

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Salat von gebratenen Paprikas

Für mich der Inbegriff vom Sommer in Süd Frankreich… Auch wenn es draußen unerträglich heiss ist, quält man sich gerne in der Küche mit der Ofenwärme die für diesen Salat nötig ist. Normalerweise mache ich ihn im August, wenn wir aus Süd Frankreich mit großen schweren unförmigen dunkelroten Paprikas zurück kommen. Aber weil ich ihn so gerne mag, komme ich hierzulande im Sommer selten an roten Paprikas vorbei ohne sie mit der Hand kritisch abzuwiegen. Dem Herrn des Hauses habe ich wohl mit dieserAngewohnheit angesteckt, denn er kam letzte Woche von unserem türkischen Gemüse Händler mit diesen schönen schweren Paprikas. Es konnte also doch früher los gehen! Merci 😉

6 grosse schwere rote Paprikas P1120566
1 Handvoll frische Basilikumblätter
2 EL Olivenöl
je nach Geschmack, ein Schuss Xeres Essig, ich bevorzuge es ohne
1 Knoblauchzehe
frisch gemahlener Pfeffer

Die ganzen Paprikas kurz waschen. Ein Stück Alufolie auf ein Backblech auslegen und die Paprikas drauf legen. Paprikas in den Ofen geben und bei  160 Grad ca. 1,5 Stunden „grillen“. Einmal zwischendurch wenden. Die Haut darf ein wenig braun werden. Wenn die Haut schön schrumpelig ist, sie sind bereit um geschält zu werden.

Dafür, den Strunk herausziehen, das Wasser und die Samen entfernen, die Paprikas in 2/3 Stücke der Höhe nach schneiden. Die Haut jetzt vorsichtig abziehen. Die entstandenen „Filets“ in ein Sieb geben um das restliche Wasser abtropfen zu lassen. Paprikas in eine flache Schüssel mit dem fein gehackten Basilikum, dem Pfeffer, dem gepresssten Knoblauch und dem Olivenöl geben, vorsichtig umrühren und fertig sind sie! Die Paprikas lassen sich prima einen Tag im vorraus grillen und erst am Verzehrtag zu Ende zubereiten. Das Salz habe ich nicht vergessen, man braucht es tatsächlich hier, finde ich, gar nicht!

Salade de poivrons

Bon appétit!

 


 

Schwarzer Heilbutt „en papillote“

Vor ein paar Monaten habe ich in einem tollen Restaurant einen gegrillten Fisch mit Kapernbutter gegessen. Er war absolut fantastisch! Das musste ich dann mal ausprobieren. Nur nicht so reichhaltig wie im Restaurant, das kann man sich in der Alltagsküche nicht leisten ;-), also ich nicht zumindest…Deshalb habe ich mein Filet „en papillote“ gegart. „En papillote garen“ heisst so viele wie mit Dampf garen. Die Zutaten werden zusammen in einem Stück Alufolie oder Pergamentpapier (aber auch in einem Blatt Filoteig z.B) gelegt und dieses wird luftdicht zugemacht. Da der Fisch und die Tomaten einiges an Saft abgeben, garen die Zutaten im eigenen Dampf und bleiben schön saftig. Diese Mischung mit Kapern kann ich nur weiter empfehlen, köstlich ! Und die Vobereitung dauert nicht länger als 10 Minuten…

ca. 700 gr schwarzer Heilbutt (Filet) P1120444
8 bis 10 mittelgroße Tomaten
1 Bund Petersilie
ca. 60 gr. Butter
1 Zitrone
3 EL Kapern
2 Knoblauchzehen
Olivenöl, Salz und Pfeffer

 

Ein ausreichend großes Stück Alufolie in eine Ofenform legen. 2 EL Olivenöl hineingeben. Tomaten vierteln, Petersilie klein schneiden. Fischfilet in die Alufolie legen. Fisch mit Salz und Pfeffer würzen. Butterstücke, gepressten Knoblauch, Kapern, Petersilie, Zeste einer Zitrone und Saft einer halben Zitrone darüber verteilen. Tomaten drum herum legen und die Alufolie zumachen.

 

 

Fisch in den vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 30 min backen. Die Dauer hängt natürlich von der Menge bzw. Dicke des Filets ab… Ganz gut lassen sich auch individuelle Papillotes mit kleineren Filets vorbereiten, die Garzeit dabei reduzieren. Unseren Fisch haben wir mit einer groben Oliven Kartoffel Püree gegessen, eine schöne Kombi!

 

Heilbutt

Bon appétit!

 


 

Münster Käse Flammkuchen

Aus unserem wunderschönen Wochenende in den Vogesen, haben wir nicht nur leckeren Räucherspeck , sondern natürlich auch Münsterkäse mitgebracht. Vor Ort, essen wir den tatsächlich immer zum Frühstück mit einem frischen Baguette und einem frisch gebrütem Kaffee! Ich hätte, bevor ich das erste Mal da war, nie gedacht, dass ich Käse zum Kaffee essen würde :-))), und so einen kräftigen auch noch! Wobei er, wenn man ihn vor Ort kauft, eigentlich noch total mild und dennoch schmackhaft ist. Wie dem auch sei, bei diesem Anblick oben (vom Frühstückstisch..übrigens, genau da weiden die Kühe die uns diesen leckeren Käse bescheren), kann  man einfach nur alles geniessen!

Zu Hause angekommen, wollte ich den Münsterkäse doch verarbeiten (der Anblick stimmte nicht mehr 😉 ). Als ich in Strasburg war, gingen wir so oft unser Studentenbudget es zuließ in ein Flammkuchenrestaurant. Dort, direkt neben dem Holzofen sitzend, bestellte man einen Flammkuchen nach dem anderen. Sie wurden in die Mitte des Tisches gelegt und jeder nahm sich immer wieder ein Stückchen, gegessen wurde natürlich mit den Fingern! Angefangen haben wir immer mit dem Klassischen, zum Schluss gab es oft einen mit Äpfeln und flambiertem Calvados, und dazwischen einen mit Münsterkäse belegt… Das habe ich jetzt endlich nachgekocht!

Für 2 Bleche (bzw. 3 bis 4 Pizzasteine)

500 gr Mehl P1120380
5 gr frische Hefe
25 cl Wasser
25 gr weiche Butter
Salz

500 gr Zwiebeln
ca. 300 gr Räucherspeck
ca. 200 gr Münsterkäse
250 gr Quark
200 gr crème fraîche
1 Prise Muskatnuss gerieben
Kümmel
Salz und Pfeffer

Die Hefe in 10 cl Wasser lösen. Mehl in die Küchenmaschine geben, restliches Wasser, eingelöste Hefe und Salz hinzufügen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Butter hinzufügen und weiterrühren bis sie komplett mit dem Teig vermischt ist. Teig mindestens eine Stunde ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln klein schneiden und in ein wenig Butter glasig dünsten.Quark, Crème fraîche, Salz, Pfeffer und geriebene Muskatnuss vermischen. Teig ganz fein ausrollen. Zwiebeln darüber verteilen, Speck klein schneiden und darüber geben. Ein paar Scheiben Münsterkäse drauf legen und mit Kümmel bestreuen. Die Flammkuchen in den bei 250 Grad vorgeheizten Backofen (Umluft) ca. 10 Min. backen.

TarteFlambee

Bon appétit!