Weizen Kohlrabi Eintopf

Ein kräftigender wohltuender Eintopf für kalte Wintertage! Für den Geschmack, habe ich Markknochen und eine Beinscheibe reingetan. Wer es aber vergetarisch haben möchte, tut einfach 2 Gemüsebrühe Würfel stattdessen rein. Serviert wird der Eintopf mit geriebenem Bergkäse und ein wenig Piment d’Epelette, was dem ganzen einen wunderbaren herzhaften Geschmack verleiht!

ca. 250 gr. Weizen p1100191
3 Kohlrabi
4 Sellerie Stangen
3 bis 4 Möhren
2 Zwiebeln
2 Lorbeerblätter
2 Knoblauchzehen
2 Gemüsebrühe Würfel oder 2 Rinderknochen und eine Rinderbeinscheibe
1 EL Grobsalz (nur wenn keine Brühe benutzt wurde!)
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zum Servieren:

Bergkäse gerieben
Piment d’Espelette
Olivenöl

Den Weizen in die doppelte bis dreifache Wassermenge geben und ca. 1,5 Stunden kochen, er soll gar sein aber noch Biss haben, abtropfen. Möhren und Kohlrabi schälen und in groben Würfeln schneiden. Zwiebeln vierteln, Sellerie in ca. 2 cm Stücke schneiden.

Gemüse mit dem Fleisch, den Knochen, dem Lorbeer, den gepressten Knoblauch, Salz und Pfeffer in einen großen Topf geben und mit ca. 2 Liter Wasser auffüllen. Ca. 40 min kochen.  Abgetropften Weizen in den Topf geben, ggfs. nachsalzen und weitere 30 min. kochen. Mit geriebenem Käse, ein Schuss Olivenöl und eine Spitze Piment d’Espelette servieren.

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Bon appétit!


Daube, oder der provencalische Boeuf bourguignon

Ich hatte vor Weihnachten eine Daube für Freunde gemacht. Die Gäste waren begeistert (wie man am Bild sieht… kein Tröpfchen übrig :-))), nicht zuletzt weil die Gewürze dem Gericht einen herlichen weihnachtlichen Geschmack verleihen. Wir essen sie aber gerne den ganzen Winter lang! Jetzt wurde ich wieder nach dem Rezept gefragt, und wollte sie euch nicht vorenthalten, also wenn ihr zufällig gerade ein Stück Rinderkeule im Kühlschrank  habt, wäre das was für morgen Abend ;-).

Zur Daube trinken wir gerne einen Wein aus Südfrankreich, am liebsten einen Côte du Rhône. Den gleichen nehme ich dann für die Marinade.

Für 6 Pers.

2 Kg Rinderkeule p1090012
1 Stück Speck 3 bis 4 cm breit
6 Möhren
6 Zwiebeln
3 bis 4 Knoblauchzehen
3 Zimtstangen
3 Nelken
1 Sternanis
Zeste einer halben Orange (opt.)
4 Thymianzweige
3 Lorbeerblätter
1 Flasche Rotwein
3 TL Grobsalz
Schwarzer Pfeffer

Fleisch in groben Stücke schneiden und in eine große Schale legen. 3 Möhren in 3 cm Stücke geschnitten, 3 Zwiebeln geviertelt, Thymian, Lorbeerblätter, Zimtstangen, Nelken, Sternanis, Salz und reichlich schwarzen Pfeffer frisch gemahlen zum Fleisch geben. Wein drüber geben und das Ganze im Kühlschrank mind. 4 Stunden marinieren lassen. Über Nacht ist noch besser!

Speckwarte abschneiden und beiseite legen, Speck in groben Würfeln schneiden. Fleisch und Gemüse gut abtropfen, die Marinade in einen Topf geben und ca. bis zur Hälfte reduzieren lassen. Währenddessen, die Schwarte vom Speck mit der Fettseite nach unten und die Speckwürfel, in einem Gussbräter schwitzen lassen. Wenn sie bräunlich geworden sind, diese rausholen und die letzten 3 Zwiebeln geviertelt darin braun werden lassen. Fleisch, Gemüse und Gewürze scharf anbraten. 3 Möhren grob geschnitten, die Speckwürfel, den gepressten Knoblauch, noch 2 Lorbeerblätter und die Orangen Zeste in den Topf geben. Reduzierte Marinade hinzufügen und mit heissem Wasser auffüllen, so dass, das Fleisch fast abgedeckt ist. 2 TL Grobsalz dazu gebebn. Bei geschlossenem Deckel und auf kleinster Flamme ca. 4 Stunden köcheln lassen.

Vor dem Servieren das Fleisch, das Gemüse und die Gewürze rausholen und die Soße einkochen lassen. Fleisch, Gemüse und Gewürze wieder in die Soße geben und mit Bandnudeln servieren (Kartoffeln passen natürlich auch!). Wer die Soße ein bißchen sämiger mag, kann auch während des Reduzierens der Soße noch 2 gekochte Kartoffeln reingeben und stampfen.

Wir hatten es wohl eilig an dem Abend mit dem Essen anzufangen… Da habe ich erst als die Töpfe komplett ausgeleert waren gemerkt , dass ich kein Bild gemacht habe…

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… letzte Woche gab es wieder eine Daube, dieses Mal mit 2,3 Kg Fleisch so dass wir noch Reste für die nächsten Tage hatten. Also habe ich doch noch Bilder vom Gericht geschafft. Nicht einfach Fleisch in Soße zu fotografieren!

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Bon appétit!


Lauwarmer Linsen Kürbis Salat

Und eine etwas andere Vinaigrette…

Ich bin ein großer Fan von Yotam Ottolenghi. Er schreibt wunderschöne Kochbücher, vor allem rund um die Mittelmeerküche. Bei ihm entdecke ich regelmäßig  neue Zutaten, und wenn ich sie mal zufällig (meistens im türkischem Supermarkt) sehe, müssen sie natürlich mit. So ist es mit der Granatapfelmelasse geschehen. Ein dickflüssiger Sirup aus Granatäpfeln, der säuerlich und leicht süßlich schmeckt. Ich finde ihn köstlich! Noch habe ich die Rezepte von Ottolenghi mit der Melasse nicht ausprobiert, aber als ich letztens Lust auf Linsen hatte und nur noch Kürbis als Gemüse da war, dachte ich, es könnte ganz gut passen.

Da kam auch direkt die Belohnung vom Großen Kind (so ganz von sich aus, ohne auf die übliche „na wie schmeckt'“s Frage antworten zu müssen!): das kannst du nochmal machen, das schmeckt richtig lecker… Ach! es ist schon schön zu hören, und so macht das Kochen natürlich doppelt Spaß :-)!

ca. 400 gr. Puy Linsen p1090695
1 Hokkaido (ca. 1 Kg)
1 große rote Zwiebel
200 gr Frühsstückspeck
3 bis 4 EL Granatapfel Melasse
4 EL Olivenöl
2 TL Sumac
Piment d’Espelette
Salz und Pfeffer

Linsen mit 2 Lorbeerblättern ins Wasser geben und nach Packungseingabe kochen (das Salz immer zu Ende der Kochzeit dazu geben, sonst verhärten die Linsen). Sie sollen gar sein ohne matschig zu werden. Linsen abtropfen. Kürbis in große Würfel schneiden, Speck in kleine Streifen schneiden. Etwas Olivenöl in eine Ofenform geben, Kürbis und Speck hineingeben, mit Salz und Pfeffer würzen, einen Schuss Olivenöl drüber geben und die Form in den Backofen geben. Ca. 35 Min bei 180 Grad garen.

 

Für die Soße 4 EL Olivenöl mit der Granatapfelmelasse, dem Sumac, dem Piment d’Espelette und ein bißchen Salz und Pfeffer verrühren. Linsen in eine Salatschüssel tun, klein geschnittene Zwiebel dazu geben. Soße auf die Linsen geben und vermischen. Kürbis aus dem Ofen holen und mit den Linsen vermischen. Sofort servieren.

 

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Bon appétit!


Blanquette de poisson oder Fisch Blanquette

Die „Blanquette“ (von „Blanc“, also weiss weil die Soße weiss ist) ist ein traditionelles französisches Kalbsgericht, inzwischen wird sie auch mit Fisch zubereitet. Normalerweise wird das Fleisch, ein Stück aus der Schulter, in Wasser mit ein wenig Gemüse und ein paar Kräutern gekocht um eine Brühe zu ergeben. Zusätzliches Gemüse wird separat gegart. Die Brühe wird dann eingekocht und mit einer Mehlschwitze eingedickt. Zum Schluss wird dann noch eine Ei/Crème fraîche untergemischt um die Soße schön sämig zu machen.

Wie man sieht, es ist ein relativ aufwendiges Gericht, zumindest was die Anzahl an Schritten/Töpfen angeht. Und wie ihr wisst, Spülen ist nicht meine Liebligsbeschäftigung, und ich reduziere gerne die Anzahl an Töpfen wenn es unter der Woche ein bißchen schneller gehen soll! Also habe ich hier das Rezept sehr vereinfacht und bin absolut begeistert. Es sieht zwar noch nach viel Arbeit aus, ist es aber nicht und vor allem, es hat absolut köstlich geschmeckt! Die Blanquette haben wir ganz klassisch mit Reis gegessen.

ca. 600 gr Kabeljau Filet p1090761
3 mittelgroße Lauchstangen
2 Fenchelknollen
5 Möhren
5 Schalotten
3  bis 4 Zweige Petersilie
3 bis 4 Zweige Thymian
1 Lorbeer Blatt
10 cl Weißwein
30 cl Wasser
Butter, Mehl, Milch
1 Döschen Safran (opt.)
20 cl crème fraîche
1 Eigelb
Rosa Beeren, Grobsalz, Schwarzer Pfeffer

Schalotten schälen und halbieren, Lauchstangen putzen und in ca. 1,5 cm Ringe schneiden. Ein Stück Butter in eine große tiefe Pfanne erhitzen, Schalotten und Lauch darin glasig dünsten. Mit dem Wein ablöschen. Fenchel und Möhren klein schneiden. Fenchel, Möhren, Petersilie, Thymian, Lorbeerblatt, gepressten Knoblauch, 2 TL Grobsalz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer in die Pfanne geben, mit dem Wasser fast bedecken und bei geschlossenem Deckel ca. 20 Min köcheln lassen.

In einer kleinen Schüssel, 1 EL Mehl mit ein wenig Milch verrühren bis keine Klumpen mehr sichtbar sind. Wenn das Gemüse gar ist, Mehl/Milch Mischung unterrühren und Soße leicht eindicken lassen. Die Hälfte der crème fraîche unterrühren. Fisch, in groben Stücken geschnitten, zusammen mit dem Safran in die Pfanne geben und ca. 10 Min. garen (Zeit ist von der Größe der Stücke abhängig).

In einer kleinen Schüssel, die restliche crème fraîche mit dem Eigelb vermischen und diese Mischung in die Pfanne geben und vorsichtig einrühren. Mit Reis servieren und gemahlenen rosa Beeren würzen.

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Bon appétit!


Fruchtiger Rotkohl Salat

Ich versuche, Gemüse von dem ich weiß (oder meine…), dass die Kinder es nicht besonders gerne essen, mit Zutaten zu mischen die bei denen gut ankommen. Dabei geht es mir nicht darum einen Geschmack zu verstecken, sondern eher darum, sie langsam an etwas zu gewöhnen.So ist es mir mit diesem Salat ergangen. Gekochter Rotkohl wird zwar gegessen, aber ohne große Begeisterung. Also habe ich ihn zum Salat verarbeitet und mit ein paar „Lieblingen“ vermischt; Äpfel, Käse und Nüsse kommen immer gut an und passen perfekt zu einem Wintersalat. Wer es noch ein bißchen süßlicher mag, schnibelt ein paar Cranberries rein :-). Aber auch ohne kam der Salat sehr gut an!

ca. 500 gr Rotkohl p1090734
3 Äpfel (pinova)
ca. 200 gr Bergkäse
ca. 20 Walnüsse
1 rote Zwiebel
4 EL Walnussöl
3 EL Feigenessig
Salz und Pfeffer

Äpfel schälen und entkernen. Rotkohl und Äpfel mit der Küchenmaschine feinreiben. Walnussöl und Feigenessig vermischen, mit Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer würzen. Die Vinaigrette Soße auf das geriebene Gemüse geben, gut vermischen und ziehen lassen.

Währenddessen, die Zwiebel in dünne Scheiben schneiden in eine Schüssel geben und mit Salz bestreuen, mit den Händen gut vermischen und wirken lassen (dies nimmt die Schärfe von der Zwiebel weg!). Walnüsse knacken und vierteln. Käse in kleine Würfeln schneiden. Zwiebel abspülen und zusammen mit den Walnüssen und dem Käse zum geriebenen Gemüse geben, gut vermischen und sofort servieren!

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Bon appétit!


Galette des Rois

Heute ist Heilige Drei Könige. Und natürlich haben sich die Franzosen überlegt, was für eine Leckerei sie an dem Tag essen könnten 😉 (beziehungsweise den ganzen Januar!). In der Nordhälfte Frankreichs, wird ein gedeckter Kuchen aus Blätterteig mit Marzipanfüllung serviert. Bei uns im Süden, essen wir eine „couronne briochée“, also eine Weckkrone sozusagen, meist mit Orangenwasser verfeinert und mit kandierten Früchten und Hagelzucker dekoriert. In beiden aber, versteckt sich eine kleine Überraschung oder eher 2: eine kleine Keramikfigur (oft eine Krippenfigur) und … eine dicke Bohne! Wer die Figur kriegt, wird König des Tages, wer die Bohne kriegt, darf die nächste Galette besorgen! (Deshalb zieht sich ja der Brauch durch den ganzen Januar :-))).

06.01.2018

Bon je ne vous raconte pas l’histoire de la galette, vous la connaissez vous les Francais! Dans le Sud, on mange la couronne briochée. Je l’ai faite pour la première fois l’an dernier (on en trouve pas ici!), un régal! Donc me revoici un an plus tard, cette fois-ci avec la version en Francais.

Damit nicht geschummelt wurde, haben wir früher bei uns zu Hause ein Kind unter den Tisch geschickt. Das durfte entscheiden für wen die gerade ausgeschnittenen Stücke bestimmt waren. Gestern dachte ich, diese Tradition muss ich für unsere kleinen halbfranzösischen Gäste heute Abend unbedingt wieder aufleben lassen! Mal gucken wer die nächste Galette backen wird :-).

600 gr Mehl p1090851
20 gr frische Hefe
160 ml lauwarme Milch
80 gr Zucker
1 TL Salz
2 Eier gr. L + 1 Eigelb
140 gr Butter (Zimmertemperatur)
Zest einer Orange

1 Orange
300 ml Wasser
100 gr Zucker

600 gr de farine
20 gr de levure fraîche
160 ml de lait tiède
80 gr de sucre
1 càc de sel
2 oeufs de taille L et 1 jaune
140 gr de beurre à température ambiante

1 orange
300 ml d’eau
100 gr de sucre

Die Orange schälen und die Schale ca. 7 Min. in kochendes Wasser geben. Nach dieser Zeit, die Schalen rausnehmen und in langen dünnen Streifen schneiden. Zucker in das Wasser geben und weiter kochen bis die Flüssigkeit sich um ca. die Hälfte reduziert hat. Orangenstreifen in das Sirup reinlegen und auf kleinster Flamme ca. 1 Stunde köcheln lassen.

Eplucher l’orange et faire bouillir la peau pendant env. 7 min. La sortir et la couper en fines lamelles. Mettre le sucre à fondre dans l’eau et laisser réduire de moitié. Déposer les lamelles de peaux d’orange dans le sirop et laisser cuire à tout petit feu environ 1 heure.

 

Frische Hefe in die lauwarme Milch lösen und 10 Min. stehen lassen. Mehl, Salz, Zucker und die Milch in die Schüssel der Küchenmaschine geben und mit dem Knethacken ca. 5 Min. kneten. Die in Stücke geschnittene Butter, die Eier und den Orangenzest hinzufügen und weitere 10 Min. kneten.

Dissoudre la levure dans le lait tiède et laisser reposer 10 minutes. Mettre la farine, le sel, le sucre et le lait dans le bol du mixer et laisser pétrir environ 5 min. Ajouter le beurre couper en petits morceaux, les oeufs entiers et le zest d’une orange et pétrir de nouveau 10 min.

Teig an einem warmen Ort mind. eine Stunde gehen lassen. (Ich hatte den Ofen auf 50 Grad angemacht, als die Temperatur erreicht wurde, habe ich ihn ausgemacht und nach ca. 20 Min den Teig hineingetan, das hat perfekt funktionniert!).

Laisser monter la pâte dans un endroit tiède et sans courant d’air pendant une heure. (J’ai préchauffé le four à 50 degré, une fois la température atteinte, je l’ai éteint et y ai mis ma pâte en laissant la porte ouverte, ca fonctionne très bien!)

 

Teig mit der Hand gute 5 Min. durchkneten, eine Krone daraus formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Eigelb mit ein wenig Wasser vermischen und diese Mischung auf die Krone bepinseln.

Pétrir la pâte à la main 5 bonnes minutes, former une couronne et la déposer sur du papier cuisson sur la plaque du four. Mélanger le jaune d’oeuf avec un peu d’eau et badigeonner la couronne de ce mélange.

Die Orangenschalen und den Hagelzucker auf die Krone verteilen. Bohne verstecken! Krone wieder in den Ofen geben und nochmals eine gute Stunde gehen lassen. Aus dem Ofen nehmen, diesen auf Umluft und 160 Grad vorheizen. Krone ca. 35 Min. backen. Kind unter den Tisch schicken, Galette schneiden, verteilen, und geniessen!

Décorer la couronne avec les lamelles d’orange confite et le sucre. N’oubliez pas de cachez la fève et laisser de nouveau gonfler pendant une heure. Préchauffer le four à 160 degré et faire cuire pendant 35 min. Pour distribuer les morceaux de galettes, chez nous, on envoie un enfant sous la table. C’est lui qui décide qui a droit quelle part!

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Bonnes fêtes!

 

Rinderravioli in ihrer eigenen Brühe

Und ein frohes gesundes neues Jahr! Heute eine kräftigende schmackhafte Suppe um sich zu stärken und aufwärmen und eine wunderbare Art Fleischreste zu verarbeiten!

Nach der ganzen Pläzchen- Backerei und Nascherei letztens, hatte ich große Lust auf einen Gemüse Eintopf. Mit dem Wintergemüse mache ich sehr gerne den „Pot au Feu“ den ich euch schon mal gezeigt habe. An dem Abend, ging es mir mehr um das Gemüse,  ich habe aber trotzdem ein gutes Stück Rindfleisch und zwei, drei Knochen dazu gegeben. Für den Geschmack ist das unschlagbar!

Ach, mir fällt übrigens ein, hier ein kleiner Tipp am Rande: wenn man eine geschmacklich kräftige Brühe erhalten möchte, sollte man das Fleisch in das kalte Wasser geben, wenn man im Gegenteil mehr „Wert“ auf den Fleischgeschmack legt, tut man dieses in das warme Wasser. Aber ich wollte eigentlich zu diese Rinderravioli kommen! Also, nachdem wir das ganze Gemüse verspeist hatten, blieb mir eine wunderbare Fleischbrühe und das ganze Suppenfleisch (der Knochenmark wurde aufs Brot geschmiert und mit Grobsalz genossen ;-)). Also habe ich das große Kind zum Pastateig machen eingestellt und eine leckere Füllung für eine Art Maultaschen gemacht. Einfach köstlich!

Füllung:

ca. 400 gr. gekochtes Suppenfleisch vom Rind
1 Bund glatte Petersilie
5 Schalotten
1 Knoblauchzehe
1 EL Gänseschmalz
Salz und schwarzer Pfeffer frisch gemahlen

Nudelteig:

500 gr Mehl
4 Eier
ca. 10 cl Wasser

Nudelteig:

Mehl in die Küchenmaschine (oder auf eine Arbeitsfläche wenn man den Teig mit der Hand knetet) geben, eine Mulde in die Mitte bilden, Eier hinzufügen und Teig kneten, nach und nach das Wasser hinzufügen und kneten bis ein glatter Teig entsteht. Teig in Folie wickeln und ca. eine halbe Stunde ruhen lassen. Teig durch die Nudelmaschine drehen (bis Stärke 5) und Streifen auf ein Tuch legen.

Fleisch ggfs vom Knochen lösen und ganz fein hacken. Klein geschnittene Schalotten in Gänseschmalz glasig dünsten, Fleisch und gepressten Knoblauch hinzufügen und gut vermischen, weitere 5 min anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, fein gehackte Petersilie untermischen.

Kleine Fleischhaufen auf einen Teigstreifen legen, ein zweiter Streifen drüber legen und die Ränder der so entandenen Ravioli fest zusammen drücken. Brühe aufkochen, Ravioli hinzufügen, Hitze reduzieren und ca. 10 min gar kochen. Mit Petersilie und Schnittlauch klein geschnitten servieren.

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Bon appétit!