Farci poitevin oder eine grüne Terrine

Heute reisen wir in Richtung West Frankreich mit diesem „Farci Poitevin“. Es ist eine Art grüne Terrine, die aus viel verschiedenen grünen Gemüsesorten besteht und kalt mit Brot serviert wird. Die Vorbereitung erfordert einige Zeit, aber der Farci lässt sich prima im vorraus vorbereiten und die Arbeit lohnt sich :-). Auch lauwarm (wir konnten nicht warten …) hat er köstlich gechmeckt!

In einer Kastenform oder in individuellen Förmchen backen. Letzteres ist prima für ein kaltes Büffet.

für ca. 2 Kastenformen

450 gr frischer Spinat P1030770
300 gr Mangold
3 mittelgroße Lauchstangen
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
300 gr gekochter Schinken am Stück
200 cl Sahne
50 gr Mehl
50 gr altes Brot gerieben
4 Eier
frisch geriebene Muskatnuss, Salz und Pfeffer
Butter

Schinken in Würfeln schneiden. Zwiebeln klein schneiden. Gemüse waschen. Weisses Teil vom Mangold rausschneiden und klein schneiden. Lauch, das grüne vom Mangold und den Spinat klein schneiden. Butter in eine große tiefe Pfanne geben und schmelzen lassen, Zwiebeln darin glasig dünsten. Lauch hinzufügen und weitere 5 min dünsten. Gepresster Knoblauch und das Weiße vom Mangold hinzufügen un weitere 5 min dünsten. Spinat und restlichen Mangold unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und ca. 20 min weiterdünsten.

 

Eier in eine große Schüssel schlagen und mit dem geriebenen Brot vermischen. Sahne und Mehl vermischen, zu der Eiermischung geben und gut umrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Gemüse und Schinken in die Schüssel geben und gut vermischen. Masse in 2 Kastenform verteilen und ca. 45 min bei 180 Grad backen. Vor dem Servieren erkalten lassen.

Der Farci wird auch mit Wirsing und Kopfsalat statt Mangold z.B vorbereitet. Lauch sollte für den Geschmack immer dabei sein.

farci

Bon appétit!


 

 

Pissaladière, ein wenig anders

Pissaladière ist wieder eine Spezialität aus Nizza: eine dünner Pizzateigboden bedeckt mit langsam geschmorten Zwiebeln. Um den Zwiebeln einen geschmacklichen Kontrast zu bieten, werden Anchovis und schwarze Oliven auf die Tarte gelegt. Für eine schnelle Variante verwende ich immer Blätterteig, das schmeckt auch köstlich. Diese Tarte ist einfach perfekt als kleine Mahlzeit mit einem grünen Salat oder auf einem Blech zubereitet ideal für ein sommerliches Büffet.

Dieses Mal habe ich Törtchen draus gemacht, und statt Anchovis und schwarze Oliven, eine Scheibe Ziegenkäse dazugeben. Das passt auch perfekt!

600 gr Zwiebeln P1030761
1 Blätterteig
Thymian
2 EL Balsamico Creme
1 Ziegenkäserolle
3 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Käse in ca. 1 cm Scheiben schneiden. Zwiebeln fein schneiden und in Olivenöl glasig dünsten. Nach ca. 10 min Balsamico Creme, Thymian, Salz und Pfeffer dazugeben, umrühren und weitere 10 min auf kleinster Flamme dünsten. Kreise aus dem Blätterteig ausstechen oder Teig in eine Tarte Form legen.

Zwiebeln auf den Teig legen, ein paar Ziegenkäse Scheiben drüber legen. Tarte ca. 20 min bei 180 Grad backen.

tarteoignon

Bon appétit!


Socca, Farinata, Besan Cheela…

Egal wie man diese Kichererbsenmehl „Pfannkuchen“ nennt, sie sind einfach perfekt für ein schnelles Essen wenn der Kühlschrank mal wieder leer ist! Farinata ist die italienische Variante: ein Snack der früher auf den Straßen angeboten wurde. Der dünne Pfannkuchen nur aus Kichererbsenmehl und Wasser bestehend wird in einem Holzofen gebacken. In Nizza ist sie bekannt als Socca und ist eigentlich das gleiche wie die Farinata. Bis jetzt hatte ich öfters die indische Variante „Besan Cheela“ (Besan heisst Kichererbsenmehl) vorbereitet: mit verschiedenen Gewürzen im Teig und machmal Gemüse und dann in der Pfanne gebraten.

Heute habe ich eine Mischung aus diesen verschiedenen Arten gemacht, das wird nicht das letzte Mal gewesen sein, blitzschnell zubereitet und sehr lecker!

Für 2 Tarte Formen mit ca. 28 cm Durchmesser (da die Socca eher dünn ist, reicht das für 4 Pers. wenn man nichts anderes isst)

250 gr Kichererbsenmehl P1030385
1/2 L Wasser
300 gr frischer Spinat
3 Schalotten
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Kichererbsenmehl mit Salz und Pfeffer in die Küchenmaschine geben und kurz umrühren. Wasser hinzufügen und mit dem Schneebesen zu einem homogenen Teig verrühren. Der Teig sollte die Konsistenz eines Crêpes Teigs haben (oder Sahne, also ziemlich flüssig). Ruhen lassen. In der Zwischenzeit, die Schalotten klein schneiden und in Olivenöl glasig dünsten. Spinat waschen, abtropfen und zu den Schalotten geben und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und bei geschlossenem Deckel ca. 8 min zusammenfallen lassen.

 

Spinat mit dem Schaumlöffel aus der Pfanne holen (so viel Flüssigkeit wie möglich rausfliessen lassen) und zu dem Teig geben und vermischen. Die 2 Tarte Formen mit reichlich Olivenöl einfetten. Teig in die Formen geben und ca. 15 min backen. Zum Schluss kurz den Grill anmachen, damit die Socca eine schöne Farbe kriegt. Heiss oder lauwarm geniessen.

 

socca

 

Bon appétit!


Hackfleisch Erbsen Cari

Ich schreibe heute „Cari“ und nicht „Curry“, zum einen weil es der Aussprache näher kommt, aber auch weil ich finde, dass das Wort Curry ein wenig irreführend ist. Man denkt, das Gericht wird mit Curry (eine gelbliche Gewürzmischung) zubereitet. Es gibt aber zig verschiedene Gewürzmischungen, und diese werden für jedes Gericht frisch gemischt. Also bitte keinen fertigen Curry benutzen (sonst schmeckt doch alles gleich!). Es reicht eine kleine Auswahl an Gewürzen im Schrank zu haben, um eine schöne Palette an Caris zubereiten zu können!

Aber jetzt zum Hackfleisch Erbsen Cari. Ich habe ihn nur sehr selten vorbereitet, warum auch immer…kenne ihn aber schon immer. Bevor ich überhaupt da war, hat er schon bei uns eine Rolle gespielt: es ist nämlich das Essen, das mein Vater für meine Mutter bei ihrem ersten Date zubereitet hat :-)))) (coucou!). Dieser Cari ist wirklich sehr einfach und  schnell gemacht. Ich habe dafür eine Mischung aus Lamm und Rind benutzt, man kann aber natürlich nur das eine oder das andere nehmen.

ca. 300 gr Lamm (Schulter)
ca. 400 gr Rinder Gulasch P1030343
2 Zwiebeln
300 gr TK Erbsen
3 Knoblauchzehen
ca. 400 gr Joghurt (3,5%)
1 Zimtstange
3 Lorbeerblätter
5 Nelken
1EL Kümmel ganz
3 TL Kümmel gemahlen
3 TL Paprika
3 TL Koriander gemahlen
3 EL Kokosraspel (optional)
2 EL Mandelsplitter (optional)
1 EL Rosinen (optional)
1 EL Ghee oder Sonnenblumenöl

Fleischstücke durch den Fleischwolf geben und fein hacken. Kümmel-, Paprika- und Korianderpulver zusammen mit dem gepressten Knoblauch zu dem Joghurt geben und vermischen. Mit Salz abschmecken. Zwiebeln klein schneiden.

Ghee in einer tiefen Pfanne schmelzen lassen und Zimt, ganzer Kümmel, Lorbeer und Nelken hineingeben und ca. 1  Min anbraten. Zwiebeln hinzufügen und glasig dünsten. Fleisch in die Pfanne geben und anbraten. Joghurt (und ggfs. Mandeln, Kokosraspeln und Rosinen) zu dem Fleisch geben und ca. 15 min köcheln lassen. Falls zu viele Flüssigkeit sich bildet, Deckel aufmachen. Nach dieser Zeit, Erbsen unterrühren und weitere 10 Min. köcheln. Mit einem würzigem Reis servieren!

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Bon appétit!


 

Gefüllte Muschelnudeln in Mangoldsoße

Das Gericht erfordert den Einsatz einiger Töpfe…ja…aber es lohnt sich! Richtig lecker und sieht auch noch toll aus.

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Aber erstmal zum Rezept, heute eher für 4 Pers.

ca. 300 gr Muschelnudeln P1030091
1 Mangold (ca. 600 gr)
200 gr Löffel Gorgonzola
200 gr Ricotta
1 Stück Pecorino
1 Knoblauchzehe
Pfeffer, Grobsalz

Das Grüne der Mangoldblätter vom Weißen trennen und 5 min blanchieren. Abtropfen lassen, in eine Schüssel geben und pürieren. Das Mangoldgrün mit einer gepressten Knoblauchzehe und der Ricotta vermischen. Diese Soße dann in eine Auflauflaufform verteilen.

 

Das Weiße vom Mangold ganz klein schneiden, in einen Topf mit ca. 2 cm Wasser und 1 TL Grobsalz geben und ca. 15 min garen. Abtropfen und mit dem Gorgonzola gut vermischen. Mit Pfeffer abschmecken. Nudeln al dente kochen und abtropfen. Die Nudeln mit der Mangold Gorgonzola Mischung befüllen und auf die grüne Soße legen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer und frisch geriebenem Pecorino bestreuen und ca. 15 min bei 180 Grad überbacken.

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Bon appétit!


 

 

Zitronen Spitzkohl Risotto

Zitronen Risotto ist ein Klassiker, einfach so als schnelles Gericht, oder zum Beispiel als Begleitung zu gegrilltem Fisch. Da ich aber gerne unter der Woche „Komplettgerichte“ vorbereite, wollte ich einen Zitronen/Gemüse Risotto daraus machen. Nahliegend war es, es mit Spitzkohl zu versuchen: ich habe da schon mal Spitzkohl mit Zitrone gekocht und fand das total lecker. Dieser Risotto war ebenfalls ein Erfolg!

300 gr Risotto Reis P1030004
1 Spitzkohl (ca.800 gr)
1 Bund Lauchzwiebeln
1 Bund Petersilie
1 Knoblauchzehe
1 unbehandelte Zitrone
ca. 1,5 L Gemüse Brühe
15 cl Weißwein
ca. 75 gr Parmesan
Butter, ggfs Salz, Pfeffer
Mascarpone

Spitzkohl waschen, klein schneiden und beiseite stellen. Zitroneschale reiben und Zitrone pressen, Zest und Saft bereit halten. Butter in einer großen tiefen Pfanne zerlassen. Lauchzwiebeln klein schneiden und in de Pfanne zum glasig dünsten geben. Reis hinzufügen, umrühren. Mit dem Weißwein ablöschen. Wenn der Wein weg ist, Brühe nach und nach in die Pfanne geben und umrühren. Pfeffer, Zitronensaft und Schale dazugeben und unterühren.

Wenn ca. nur noch 40 bis 50 cl Brühe übrig ist, Spitzkohl, Parmesan und die restliche Brühe zum Reis geben, umrühren und bei geschlossenem Deckel ca. 15 min weitergaren. Kurz vor dem Servieren, fein gehackte Petersilie unterrühren. So schmeckt es schon seeeeehr lecker, aber mit einem Klecks Mascarpone auf dem Teller, ist es einfach köstlich!

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Bon appétit!

 

Umwickelte Hühnerbrüste auf grobem Kartoffel Sellerie Püree

Heute mal wieder ein sehr Kinderfreundliches Gericht ;-). Zur Abwechlung habe ich einen Knollensellerie mit den Kartoffeln gemischt. Das gibt einen leckeren Geschmack und macht das Püree ganz leicht!

3 halbe Hähnchen Brüste P1010931
ca. 1 Kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
1 Sellerie Knolle (ca. 1 Kg)
250 gr Schalotten
6 Scheiben Speck
Salz, Pfeffer, Butter (30 bis 50 gr)

Schalotten ganz klein schneiden. Kartoffeln und Sellerie Knolle schälen, waschen, in Würfeln schneiden und im Salzwasser ca. 20 min kochen. Kartoffeln und Sellerie abtropfen und grob stampfen. 2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Hühnerbrüste (mit Salz und groben Pfeffer gewürzt) von jeder Seite ca. 3 min anbraten.

Hühnerbrüste von der Pfanne runternehmen, Schalotten reingeben und auf kleiner Flamme andünsten. Schalotten zu dem Kartoffel/Sellerie Stampf mit der Butter und Salz und Pfeffer geben und umrühren, dann in eine ofenfeste Form legen. Die Hühnerbrüste mit dem Speck umwickeln, auf den Kartoffelstampf legen und ca. 20 min bei 180 Grad fertig garen.

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Bon appétit!

Avial, ein südindisches Gemüse Curry

Dies ist ein leichtes, erfrischendes südindisches Gemüse Curry! Es ist, wie ganz oft in der südindischen Küche, auf Kokosnuss Basis. Hier wird aber Kokosraspel verwendet, was dem Gericht leichter werden lässt. Am besten isst man dazu Reis. Ich hatte leider keinen da und ein wenig Zeit, so habe ich Chapati (flache dünne Fladen) dazu gemacht. Ganz lecker, und wieder mal eine Gelegenheit mit der Hand zu essen 😉 (die Chapati werden gerissen und dienen als Löffel).

1 Süßkartoffel (ca. 400 gr) P1010876
2 Möhren
2 bis 3 Pastinaken
2 bis 3 Petersilienwurzel
1 Brokkoli (ca. 400 gr)
ca. 10 getrocknete Curry Blätter
100 gr Kokosraspeln
2 grüne Chilischoten
5 cm Ingwer
500 ml Joghurt (am besten griechischer od. türkischer)
2 TL Kümmel gemahlen
1 halber TL Kurkuma
2 TL Grobsalz

Das ganze Gemüse waschen und in Stiften schneiden, Brokkoli Stamm ebenfalls, Rösschen einfach kleiner schneiden. Kokosraspeln, Chilischoten, Ingwer und 25 cl Wasser in den Mixer geben und pürieren. 50 cl Wasser mit dem Salz, dem Kurkuma und den Curryblättern in einem Topf oder einer tiefen Pfanne zum köcheln bringen.

Das Gemüse bis auf den Brokkoli hineingeben und bei geschlossenem Deckel ca. 10 Min. köcheln lassen. Brokkoli hinzufügen und weitere 5 bis 10 min köcheln lassen. Joghurt, Kokospaste und Kümmel in die Pfanne geben und vermischen, ein paar Minuten weiterköchekln. Sofort mit einem weissen Basmati Reis oder indische Faden servieren.

avial

Bon appétit!