Brasilianische Moqueca

Bei uns zu Hause „la Mukek“ gennant, ist das Gericht wieder ein Mitbringsel einer meiner Tanten. Irgendwie, können wir in dieser Familie nicht ohne etwas essbares, sei es in „physicher“ Form oder einfach als Rezept, aus einem Auslandsaufenthalt nach Hause kommen!

La mukek also, kenne ich quasi schon immer, habe es aber, wie ich heute Abend gedacht habe, viel zu lange nicht mehr gemacht! Es besteht aus Fisch (oder Garnelen) in einer leckeren Paprika-Kokossoße geschmort. Ich mache diese Art Gerichte ganz gerne, man kann sehr gut alle Zutaten im Vorfeld vorbereiten, bzw. schnibbeln, und braucht sie nur nach und nach in die Pfanne geben. Währenddessen bleibt Zeit für die Kinder, eine Zeitung lesen oder eine Wäsche aufhängen;-). Und wenn man Gäste hat, muss man nicht die ganze Zeit alleine in der Küche rumstehen!

Für 6 Pers.

1 Kg TK Kabeljau aufgetautIMG_4196
400 gr rote Paprika
400 gr grüne Paprika
ca. 500 gr reife Tomaten
3 Zwiebeln
1 Dose Kokosmilch (400ml)
2 Limetten
5 Knoblauchzehen
Sonnenblumenöl
5 bis 10 Stängel Koriander

Den Fisch in großen Stücke schneiden und in dem Saft der 2 Limetten gemischt mit 2 gepressten Knoblauchzehen, Salz und Pfeffer ca. 2 Stunden marinieren lassen.

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Zwiebeln in Ringe schneiden und in dem Sonnenblumenöl glasig dünsten. Paprika klein schneiden und dazu geben, 10 min weiter dünsten. Tomaten schälen (dies gelingt sehr gut mit einem Schälmesser mit Zähnchen) und vierteln. Tomaten mit den 3 restlichen gepressten Knoblauchzehen und Salz und Pfeffer in die Pfanne geben und weitere 10 min bei geschlossenem Deckel köcheln. Kokosmilch dazu geben und weitere 10 min köcheln lassen. Fisch in die Soße hineinlegen und weitere 15 bis 20 min köcheln lassen.

Dazu habe ich Basmati Reis gekocht. Auf den Teller, erstmal den Reis geben, Fisch darüber legen und mit dem frischen Koriander bestreuen. Scharf kriegt man das Gericht indem man zusammen mit der Kokosmilch ein bißchen Peperoni dazu gibt. Ansonsten, einfach Tabasco auf den Tisch stellen, so dass jeder für sich entscheiden kann!

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Bon appétit!


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Broccoli Kartoffeln Auflauf mit Senfsoße

Bei den Temepraturen und dem Dauerregen heute, musste etwas „herbstliches“ auf den Tisch! Also wurde es ein Auflauf, zur Abwechslung ohne Käse, dafür mit eine Senfsoße.

Für 6 Pers.

ca. 800 gr Kartoffeln IMG_4167
ca. 800 gr Broccoli
3 Zucchini (kein Muss!)
40 cl Milch
25 cl Sahne
4 große Esslöffel Dijonsenf
2 Esslöffel Mehl
1 Stück Butter (ca. 3*3*3 cm)
1 halber Bund Petersilie

Kartoffeln schälen und kochen. Broccoliröschen auseinander nehmen, Strunk klein schneiden, Zucchini in kleine Würfel schneiden. Gemüse blanchieren. Eine Bechamelsoße vorbereiten mit der Butter, dem Mehl und der Milch (siehe da), Sahne hinzufügen und weiterköcheln lassen.

Petersilie klein geschnitten, Senf, Salz und Pfeffer in die Bechamelsoße geben und untermischen. Kartoffel klein geschnitten, Broccoli und Zucchini in eine Auflaufform tun (leicht mit Olivenöl angefettet), Soße darüber geben und ca. 20 min bei 180 grad backen.

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Bon appétit!

Zucchiniflan

Ich habe letztens von einer Freundin gehört, dass mit Flan eine Süsspeise gemeint ist, zumindest auf Spanisch sagte sie. Ich weiß nicht wie es im Deutschen ist, in Frankreich nennen wir Flan inzwischen einfach Eierspeisen. Diese können sowohl süß als auch herzhaft sein. Heute habe ich einen Flan mit Zucchini gemacht, dieser wird lauwarm oder am besten kalt gegessen und eignet sich perfekt als leichtes Essen an einem heissen Sommertag!

800 gr Zucchini IMG_4136
3 Eier
3 EL Speisestärke
80 gr Parmesan frisch gerieben
30 cl Milch
1 Bund Lauchzwiebeln
8 Zweigen frische Minze (ist nicht aufm Bild, nicht vom Thymian irritieren lassen, ich habe es mir während des Kochens anders überlegt 😉 )

Zucchini reiben. Lauchzwiebeln klein schneiden und in einer Pfanne mit wenig Olivenöl andünsten. Zucchini dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei geschlossenem Deckel 10 min kochen lassen. Wenn die Zucchini zu viel Wasser abgeben, diese abtropfen. Die Speisestärke mit der Milch verrühren, die 3 Eier hinzufügen und schlagen.

Minze und Parmesan dazugeben und vermischen. Die Zucchini unterrühren. Diese Masse in eine Kastenform geben und bei 180 Grad und Umluft ca. 40 min backen. Der Flan sollte abkühlen bevor er geschnitten wird. Dazu schmeckt eine mit Basilikum verfeinete Tomatensoße.

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Und in Gläschen gebacken ist der Flan perfekt für ein Sommerpartybuffet!

Bon appétit!


Reisnudelpfanne, ein bißchen Thai

Die Kinder sind große Fans des „Pad Thais“, ein thailändisches Nudelgericht. Ich wollte es ausprobieren, hatte aber nicht alles dabei und habe ein wenig improvisiert. Also hier eine etwas andere Version, unter anderem mit Zuckerschoten, die gar nicht reingehören, aber irgendwie fällt es mir schwer ohne Grünzeug zu kochen ;-). Für einen Anfang war es gar nicht so schlecht, probiert es mal aus!

250 gr Reisnudeln (würde beim nächsten Mal eher breitere als Vermicelle nehmen)
2 Knoblauchzehen
1 Bund Frühlingszwiebel IMG_4070
200 gr Zuckerschoten
4 Eier150 gr Sojasprossen
3 Handvoll Erdnüsse ganz
3 Esslöffel Rohrzucker
3 Esslöffel Reisessig
3 Esslöffel Sojasoße
Sesamöl

Erdnüsse schälen, in einer schweren Pfanne anrösten und mit dem Mörser grob zerkleinern, beiseite stellen. Zuckerschoten in kochendem gesalzenem Wasser 5 min blanchieren und abtropfen. Eier schlagen wie für ein Omelett und beiseite stellen. Nudeln mit heissem Wasser bedecken und je nach Angaben 3 bis 5 min „ziehen“ lassen, abtropfen. Rohrzucker mit dem Essig und der Sojasoße vermischen und beiseite stellen. Das Grüne von den Fühlingszwiebeln klein schneiden.

Sesamöl in einer großen Pfanne (am besten in einem Wok) erhitzen und Frühlingszwiebeln darin glasig dünsten. Soße und gepressten Knoblauch hinzufügen und 5 min köcheln lassen. Nudeln in die Pfanne geben und unterrühren. Nudeln zur Seite schieben und ein wenig Öl in die Pfanne geben, Ei darübergeben und wie für ein Rührei leicht umrühren und dann unter die Nudeln mischen.

Zuckerschotten unterrühren. Pfanne vom Herd nehmen, Sojasprossen und Erdnüsse auf die Nudeln geben. Zum servieren, ein wenig Koriander und ein Stück Limette dazu geben!

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Gefüllte Auberginen, ein Traum…

„Imam Bayildi“ heisst das Originalrezept aus der Türkey, was so viel heisst wie „der Imam ist in Ohnmacht gefallen“. Was er, der Legende nach, tat, so köstlich haben die Auberginen geschmeckt. Wir sind nicht in Ohnmacht gefallen, köstlich war es aber auf jeden Fall!

für 3 bis 4 Per. IMG_4009

600 gr Auberginen (ca. 3 Stück)
400 gr Zwiebeln
1 Dose Tomaten (450 gr)
4 grosse Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer, Olivenöl
…das war es schon!!!

Die Enden der Auberginen entfernen. Auberginen der Länge nach schneiden und quer einschneiden. Mit Salz und Pfeffer bestreuen und mit der offenen Seite nach unten ca. 5 min in Olivenöl anbraten. Noch ein wenig Olivenöl in die Pfanne geben und Auberginen 5 min von der anderen Seite anbraten. Die Auberginenhälften in eine mit Olivenöl leicht gefetteten Auflaufform legen.

Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden, in die selbe Pfanne geben und glasig dünsten. Tomaten und gepressten Knoblauch hinzufügen und ca. 5 min leicht köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Tomatenfüllung auf die Auberginenhälfte verteilen und ca. 40 min bei 180 grad backen. Nach 30 min sind die Auberginen eigentlich schon fertig, allerdings schmecken sie um so besser um so länger sie im Ofen bleiben.

Dazu  passt ein Thai oder Basmati Reis; wenn dieser fertig gekocht ist einfach mit ein wenig Olivenöl, Zitronensaft und ganz viel Koriander bestreuen und sofort sevieren.

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Bon appétit!


Indisische Kartoffelküchlein

Nachdem wir gestern beim Inder bestellt haben, habe ich mir vorgenommen, selbst wieder mehr indisch zu kochen. Oft ist es mir zu aufwendig, aber es gibt immer ein paar Sachen die leicht und einigermaßen schnell zu machen sind, wie diese Kartoffelpuffer zum Beispiel.

Es gibt natürlich eine ewig lange Liste an Gewürzen in der indischen Küche. Man kann aber anhand ein paar von denen schon einiges zaubern. Die folgenden sollte man immer da haben: Kreuzkümmel (ganz und gemahlen), Koriander (ganz und gemahlen), Garam Masala (ist eine Gewürzmischung, man kann sie natürlich selber machen, aber die Mischung die man beim Inder kriegt finde ich sehr lecker), Senfkörner, Nelken, Kardamon, Ingwerpaste.

Die Kartoffelküchlein haben wir mit scharfen Hackspießen gegessen, für ein vegetarisches Essen hätte ich eine Raita dazu gemacht.

1 Kg Kartoffeln
300 gr TK Erbsen IMG_3973
3 Teelöffel Ingwerpaste (od. 3 cm frischer Ingwer)
3 Teelöffel Kreuzkümmelsamen
3 Teelöffel Koriandersamen
1 Esslöffel Garam Masala
1 grüne Chilischote (je nach Geschmack!)
1 Handvoll frischer Koriander
Kichererbsenmehl
Ghee oder Sonnenblumenöl
Salz

Die Kartoffeln im Salzwasser weich kochen, abtropfen, pellen und zertsampfen. Die Erbsen 5 min in kochendes Wasser geben und abtropfen. Koriander und Kümmel im Mörser grob zermahlen. 2 Teelöffel Ghee in eine Pfanne geben (od. Sonnenblumenöl), leicht erhitzen und Koriander und Kümmel eine Minute dazugeben und anbraten.

Garam Masala, Ingwerpaste und Erbsen unterrühren. Kartoffelbrei und 3 Esslöffel Kichererbsenmehl hinzufügen und gut vermischen. Alles in eine Schüssel geben, fein gehackter Chili, frischer Koriander und Salz dazugeben und gut vermischen. Kleine Küchlein mit der Hand formen, in Kichererbsenmehl wenden und in der selben Pfanne goldbraun anbraten.

Ein Chutney, z.B aus grünen Tomaten oder Tamarinde passt perfekt dazu!

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Bon appétit!

Soupe au pistou

Nach 3 Wochen Abwesenheit, komme ich natürlich mit einem Rezept aus Süd Frankreich im Koffer zurück! Das Gericht mache ich eigentlich schon lange, die Bohnen allerdings bringe ich jeden Sommer aus Frankreich mit.  Die „Soupe au Pistou“ wird nämlich unter anderem aus frischen weissen und Borlotti (rosa gesprenkelt) Bohnen zubereitet. Diese habe ich auf unserem Markt noch nie gesehen,  sie wachsen aber sehr gut in unseren Breiten, man muss im Frühsommer nur dran denken sie rechtzeitig auszusähen ;-).

Diese Suppe ist ein typisches provencalisches Sommergericht und eine, finde ich, fantastische Suppe! Jeder macht seine eigene Variante, meistens gehören Kartoffeln dazu, ich lasse sie lieber weg (wenn, dann nur 2 Stück).

Für ca. 6 Pers.

600 gr frische Bohnen (weisse und Borlotti gemischt) IMG_3907
5 junge Möhren
400 gr Stangenbohnen
1 kleine Tomatendose
4 Zucchini
200 gr Speck
2 Handvoll Nudeln (eher Maccheroni o. ä.)
1 Esslöffel Grobsalz
Ganz viel Pfeffer (schwarz, frisch gemahlen)

 

Für den Pistou

2 Handvoll Basilikum Blätter IMG_3921
2 Knoblauchzehen
100 gr Parmesan
2 Esslöffel Olivenöl

Die Zutaten für den Pistou in den Mixer geben und pürieren.

 

Die Bohnen schälen, waschen, in einen Topf mit 1,5 Liter Wasser geben und 25 min. kochen.  IMG_3912Nach dieser Zeit, den Speck ganz grob gewürfelt, die Möhren und die Tomaten dazu geben und weitere 20 min. kochen. Stangenbohnen Enden abmachen und Zucchini in 3 bis 4 grosse Scheiben schneiden, in den Topf zusammen mit dem Grobsalz, dem Pfeffer und 2 Esslöffel von dem Pistou geben un weiter köcheln lassen. Nach ca. 10 min, Flamme höher stellen und Nudeln dazugeben, so lange kochen bis die Nudeln gar sind. Suppe einschenken und in jeden Teller ein Esslöffel Pistou geben.

Wie bei so vielen Eintöpfen, schmeckt diese Suppe aufgewärmt am nächsten Tag noch besser! (auf meine Bilder sind keine Nudeln zu sehen… hab sie wegen Geburtstagsfeiereien zwischendurch glatt vergessen :-)))

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Bon appétit!